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Massagestühle im Kölner Dom

Synapsenkitzler mischt sich in die Lokalpolitik in Köln ein. Im Rahmen des Kölner Bürgerhaushaltes hat Synapsenkitzler vorgeschlagen, im Kölner Dom Stühle aufzustellen, die dank der Vibrationen die entstehen wenn die neu gebaute U-Bahnlinie unterm Dom her fährt, als Massagestühle für Touristen genutzt werden können. Der Vorschlag im original Wortlaut:

"Seit Anfang Dezember fährt eine U-Bahn-Linie am Dom vorbei zu einer neu in Betrieb genommenen Haltestelle am Rathaus. Ein Tunnelabschnitt liegt nur wenige Meter von der Schatzkammer des Doms entfernt. Die Linie verkehrt im Zehn-Minuten-Takt.
Wenn die neue Ubahn unter dem Dom herfährt, virbriert der Dom, wie unter anderem Dompropst Norbert Feldhoff bestätigt.
Darum fordern wir, im Kölner Dom im Boden verankerte Stühle aufzustellen, die dann dank Vibration als kostenlose Massagemöglichkeit genutzt werden können. Für Kölner, aber auch Touristen kostenlos nutzbar, und sicher eine neuer Besuchermagnet."

Es gab 13 Contra- und 9 Pro-Stimmen. Der Vorschlag zur Gegenfinanzierung lautet "Nicht weiter die Finanzindustrie mit Steuergeldern subventionieren". Die Verwaltung der Stadt Köln, Redaktion Bürgerhaushalt, reagiert nüchtern und sachlich:

"Der Kölner Dom ist die Kathedrale (Bischofskirche) des Erzbistums Köln und steht unter dem Patronat des Hl. Petrus. Er befindet sich nicht im Eigentum der Stadt köln, wodurch wir keinen Einfluß auf die innere Ausgestaltung haben."

Den Vorschlag kann man nachlesen auf https://buergerhaushalt.stadt-koeln.de/2013/buergervorschlaege/B259

Screenshot der Webseite mit dem Massagestuhl Vorschlag

Screenshot der Webseite des Bürgerhaushalts Köln mit dem Massagestuhl im Dom Vorschlag
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Stadtrevue Köln berichtet über die Massagestühle im Kölner Dom

Die Stadtrevue Köln, das nach Eigenauskunft "zu den qualitativ führenden und auflagenstärksten Stadtmagazinen in Deutschland" gehört, berichtet darüber in seiner aktuellen Ausgabe.

"Und er bewegt sich doch! Die neue Streckenführung der KVB-Linie 5 Richtung Rathaus lässt den Kölner Dom erschüttern. Das haben nicht hochsensible Seismographen registriert, sondern Mitarbeiter vor Ort unter ihrem festen Schuhwerk zu spüren bekommen, und zwar bereits im alten Jahr. Die Zitterpartie ist nicht der erste Vorfall dieser Art hier: Als Mitte der 60er Jahre am Dom die U-Bahn-Station an der Nordseite sowie ein Tunnel gebaut wurden, entstanden bis zu drei Zentimeter breite Risse. Stadtbahnbau und Risse - das gehört in Köln zusammen wie Tünnes un Schääl. Ein Vorschlag zur produktiven Nutzung des Phänomens gibt es dank Bürgerhaushalt. Teilnehmer "Synapsenkitzler" regt an, in unserer Lieblingskathedrale Stühle zu verankern, die "dank Vibration als kostenlose Massagemöglichkeit genutzt werden können". Dies sei, so weiter, "sicher ein neuer Besuchermagnet."

2013 - Stadtrevue - Kölner Bürgerhaushalt - Massagestühle im Kölner Dom - Stadtrevue Artikel

Siehe auch:

Im Rahmen des Kölner Bürgerhaushaltes 2015 hat Synapsenkitzler vorgeschlagen, eine „Kostenlose Bürger-Hupe gegen Laubbläser Lärm“. Wenn dann mal wieder ein Laubbläser stört, kann man damit hupen, und so den Laubbläser-Täter auf die Störung aufmerksam machen, und ihn übertönen, damit man den Laubbläser Lärm dann nicht mehr hört.

Das humorvolle kirchenkritische Lied Heiliger Stuhl vom Synapsenkitzler.

Zum Thema humorvolle demokratische Mitwirkung siehe auch die Geschichte statt Bud Spencer Tunnel gibt es nun ein Schwimm-Bad Spencer in Schwäbisch Gmünd.